Von der Altmühl über die Frankenhöhe bis zum Steigerwald 5

Feuchtwangen

Kernzellen der Siedlung waren ein fränkischer Königshof und ein karolingisches Kloster, das 817 erwähnt wird. 1197 wurde es in ein Ko 1 legiatstift umgewandelt, dessen Chorherrn in eigenen Häusern wohnten, die rings um die Stiftskirche gebaut worden waren. Die bürgerliche Siedlung wird erstmals 1241 Stadt genannt und kann sich nach dem Untergang der Staufer zur Reichsstadt ausbilden. Die Freiheiten einer Reichsstadt büßte Feuchtwangen jedoch 1376 wieder ein, als Kaiser Karl IV. die Stadt für 5000 Gulden an den Nürnberger Burggrafen Friedrich V. verpfändete. Da die Stadt vom Kaiser und seinen Nachfolgern niemals ausgelöst wurde, der Burggraf aber vom Bischof von Würzburg die Schutzvogtei über das Stift erhalten konnte, wurde Feuchtwangen Besitz der Zollern und blieb es bis zum Übergang an Bayern 1806. 1528 wurde die Reformation eingeführt, das Stift schließlich 1563 aufgehoben. Die recht gut erhaltene Stadtbefestigung wurde ab 1395 bis nach 1450 geschaffen.

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Eine Ecke von Feuchtwangen Marktplatz

Den Marktplatz der nördlich von Dinkelsbühl gelegenen Stadt beherrscht nicht das Rathaus (1520; 1817 umgestaltet), sondern die Stiftskirche (14.-16. Jh.). Bedeutend ist das Portal zwischen den Türmen, Zeuge der romanischen Basilika. Während das Langhaus im 16. Jh. stark verändert wurde, blieb der Chor des 14. Jh. erhalten. Vor dem mittleren Chorfenster steht ein Altar von 1484, dessen Schrein mit einer lieblichen Madonna ein unbekannter Nürnberger schnitzte; die Flügelbilder mit Szenen aus dem Marienleben malte Michael Wohlgemut. Das wertvolle Chorgestühl, um 1500 geschnitzt, stammt wohl aus dem schwäbischen Bereich. An den Kirchenbau schließt sich ein spätromanischer Kreuzgang mit seinen klaren Bögen an, die im Wechsel auf drei Rundsäulen und einem kantigen Pfeiler aufsitzen.

Dicht neben der Stiftskirche steht die Johanniskirche. Sie besitzt im Turmuntergeschoss noch ältere romanische Teile als die Stiftskirche. Das gotische Langhaus (14. Jh.) weist eine gotische Kanzel, einen Taufstein und ein Sakramentshäuschen sowie gotische Fresken in den Gewölbekappen auf (alles 15. Jh.). Der Chor mit dem Chorturm wurde ebenfalls im 15. Jh. errichtet.

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