Von der Altmühl über die Frankenhöhe bis zum Steigerwald

Nach Ellingen gelangen wir von Ansbach aus über die B 13 und die Stadt Gunzenhausen mit ihrer erwähnenswerten dreischiffigen evangelischen Stadtpfarrkirche (vor allem 15. Jh.) und ihren drei erhaltenen Türmen der Stadtbefestigung (Färber-, Storchen- und Blasturm; 14./15. Jh.). Von der Decke der Spitalkirche (1352 errichtet, Anfang des 17. und 18. Jh. erneuert) prangt farbenprächtig das markgräfliche Wappen. Der für seine Falkenjagd bekannte >Wilde Markgraf< Carl Wilhelm Friedrich (1712-57) machte Gunzenhausen zur Residenz. In seinem Oberamtshof (um 1621; im 18. Jh. verändert; Marktplatz 23) ist er gestorben.

Südlich von Gunzenhausen gelangt man an dem hoch über dem Tal aufragenden Schloss Spielberg (14./15. Jh.) vorbei zum ehemaligen Benediktinerkloster Heidenheim, das im Jahr 752 durch den hl. Wunibald (701-61) gegründet wurde (zusammen mit seinem Bruder Willibald). Die aus romanischer Zeit stammende, dreischiffige Pfeilerbasilika ist bekannt für ihre Grabmale, vor allem die des hl. Wunibald (1483) und der hl. Walpurga (13. Jh.; Grabplatte 1484). Walpurga (um 710-79) stand nach dem Tod ihres Bruders Wunibald dem Kloster Heidenheim als Äbtissin vor. Während der Reformation kam das Ende für die klösterliche Gemeinschaft. Die Türme und der Westgiebel mussten in der zweiten Hälfte des 19. Jh. wegen Baufälligkeit eingelegt und neu aufgerichtet werden. Der Kreuzgang neben der Kirche ist spätgotisch (1481-87). Auch die Halle über dem so genannten Heidenbrünnlein hinter der Kirche hat ihren Ursprung in spätgotischer Zeit. Hier soll der heilige Wunibald Taufen vorgenommen haben.

ellingen-stadt-deutschland

Ellingen Stadt, Deutschland

Ellingen

In Ellingen bewegen wir uns geradewegs auf das Deutschordensschloss zu, das seit 1806 zu Bayern gehört und 1817 an Fürst Karl von Wrede vergeben wurde (heute staatlich).

Das Schloss ist mit Abstand das architektonisch bedeutendste der Deutschordensschlösser Süddeutschlands. Nachdem Albrecht Alci- biades 1552 Schloss und Ort niedergebrannt hatte und der Neubau nicht mehr befriedigte, baute Franz Keller 1718-20 den hohen Südflügel mit den turmartigen Eckpavillons. Am östlichen Pavillon stehen die Figuren der vier Elemente, am westlichen die der vier Kardinaltugenden. Den Giebel des Mittelpavillons hingegen schmücken die Allegorien der Religion, Gerechtigkeit und Caritas, alle von Friedrich Maucher 1719-20 geschaffen. Das Treppenhaus mit zwei Treppenläufen wurde von Joseph Anton Roth stuckiert. Das Deckenfresko von Johann Anton Pinck zeigt den Sturz der Titanen. Im zweiten Obergeschoss liegen der Festsaal und die Fürstenzimmer.

Die Nordfront des Hofs nimmt die Schlosskirche ein. Ursprünglich ein hochgotischer Bau aus der Zeit um 1300, wurde sie 1552 niedergebrannt und nachgotisch wieder aufgebaut. Barocke Elemente kamen 1717/18 durch Einwölbung, Stuckierung und die geschnitzten Betstühle hinzu sowie 1746-52 durch die Umformung der Schau-seite. Bemerkenswert sind der Hochaltar (1748), den Franz Xaver Feichtmayer aus grauem und rotem Stuckmarmor schuf, und die Deckengemälde, vor allem die Kreuzerscheinung Kaiser Konstantins und die Anbetung des Kreuzes durch Kaiserin Helena, die dem Kosmas Damian Asam zugeschrieben werden.

An der Weißenburger Straße (Nr. 1) erwartet uns ein Juwel: das Rathaus, das von Franz Joseph Roth 1744-47 errichtet wurde. Insgesamt hat Ellingen eine ganze Reihe barocker Bürgerhäuser zu bieten. Auch für die Pfarrkirche St. Georg zeichnet Roth als Baumeister (1729-31). Originell ist die Mariahilfkapelle (um 1730), eine Gruftkapelle hinter der Kirche. Das Pleinfelder Tor (um 1660) steht an der höchsten Erhebung der Altstadt. Etwas außerhalb der Stadt (nach Westen) liegt die ebenfalls von Roth erbaute Maximilianskirche (1733-35), östlich der Stadt (auf einer Anhöhe) die Ausgrabung des römischen Kastells Sablonetum.

Ähnlich wie in Ellingen gibt es in Stopfenheim (westl. von Ellingen) und in Absberg (nordwestl. von Ellingen, am Brombachsee) ein ehemaliges Deutschordensschloss (jeweils 18. Jh.).

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